Entstehung und Bedeutung des Namens

Die Erklärung von Familiennamen in Deutschland ist oft schwierig. Beim Namen Federschmid liegt es nahe, an eine ursprüngliche Berufsbezeichnung zu denken. Wie bei den Familiennamen Kupferschmidt oder Messerschmitt wären die Vorfahren der Federschmid(t) demnach irgendwann einmal Schmiede gewesen, die sich auf die Herstellung eines bestimmten Produkts spezialisiert hatten: auf „Federn“. Damit sind keine modernen Stahlfedern oder Sprungfedern gemeint, sondern kurze Spieße, die zur Jagd verwendet wurden (sogenannte „Saufedern“).


Wildschweinjagd mit Saufedern im 16. Jahrhundert (Quelle: Wikipedia)

Merkwürdig ist jedoch der begrenzte lokale Ursprung des Namens: Nur in Sammenheim ist er seit dem frühen 16. Jh belegt, alle anderen Vorkommen lassen sich dorthin zurückführen. Der älteste bisher gefundene Hinweis ist möglicherweise „jung Hanns Feder,schmid“ in Sammenheim, der in einer Steuerliste des Klosters Heidenheim von 1542 genannt wird. Doch ist unklar, ob „schmid“ hier wirklich als Teil des Namens zu verstehen ist oder eher als eine Berufsbezeichnung des „Hans Feder“. Der Name Feder/Veder/Vetter war, ganz anders als Federschmid, in Franken damals verbreitet.

War der erste Federschmid also womöglich gar kein Schmied, der Spieße herstellte – sondern ein Schmied namens Vetter? Solange es keine weiteren Belege gibt, muss die Frage wohl offen bleiben.